Am Research Centre Global Dynamics arbeiten verschiedene Forschungsverbünde und -projekte gemeinsam an übergeordeten Leitfragen. Sie nutzen eine gemeinsame Infrastruktur, übergreifenden Diskussionsforen und ein internationales Forschungsnetzwerk. Gleichzeitig gehen sie spezialisierten Forschungszielen als eigenständige Forschungseinheiten nach.

Das Else-Frenkel-Brunswik-Institut (EFBI) ist eine Dokumentations- und Forschungsstelle zur Analyse und Bewertung antidemokratischer und menschenfeindlicher Tendenzen. Sie bildet eine Forschungsinfrastruktur in Sachsen, die auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden Forschungsdesiderate über demokratiefeindliche Einstellungen, Strukturen und Bestrebungen bestimmt und über Dokumentationen und Untersuchungen diese Wissenslücken schließt. Im Vordergrund stehen dabei verschiedene Formen der Diskriminierung, die Strategien und Dynamiken rechts-autoritär motivierter Bündnisse und die Stärkung demokratischer Politik. Das EFBI wird seit 2020 vom Land Sachsen gefördert.

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Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) ist ein seit 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Institut, das in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt ist und dadurch auch die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nimmt. Am Standort Leipzig untersucht eine interdisziplinäre Forschungsgruppe aus etwa 20 Wissenschaftler:innen in 14 Projekten die Vielfalt populistischer Bewegungen und Regimes sowie ihre Akzeptanz in den Bevölkerungen seit dem späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

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Das Jean Monnet Centre of Excellence (JMCoE) "Die Europäische Union und ihre ländliche Peripherie in Ostmitteleuropa" soll die Beteiligung am demokratischen Leben in der EU und eine aktive Unionsbürgerschaft fördern. Das Zentrum trägt dazu bei, Lücken der EU-Forschung zu füllen, indem es die Einstellungen, Praktiken und Potenziale der EU-Bürgerschaft in der Peripherie interdisziplinär analysiert und dabei neue Methoden, Instrumente und Ansätze nutzt. Es setzt mit einem Fokus auf jungen Menschen bei der Gesellschaft auf der lokalen und regionalen Ebene in ländlichen Räumen Ostmitteleuropas an. Das JMCoE wird seit 2020 von der Europäischen Union gefördert.

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Die interdisziplinäre Kollegforschungsgruppe (KFG) 2344 "Multiple Secularities – Beyond the West, Beyond Modernities" untersucht Arrangements der Unterscheidung zwischen religiösen und anderen gesellschaftlichen Handlungsfeldern, Deutungsrahmen, Institutionen und Diskursen in verschiedenen Epochen und Regionen. Solche oft umstrittenen Arrangements bezeichnen wir mit dem heuristischen Arbeitsbegriff "Säkularitäten". Die KFG wird seit 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. 

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Im Sonderforschungsbereich (SFB) 1199 "Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen" untersuchen Forscher:innen der Sozial- und Geisteswissenschaften in 16 Teilprojekten, wie sich Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen wandeln und wie Akteur:innen unter diesen Bedingungen neue Raumformate hervorbringen und bestehende modifizieren sowie zu Raumordnungen integrieren. Der SFB wird seit 2016 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und befindet sich aktuell in seiner zweiten Förderphase. 

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