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Once a month, we screen documentaries and movies rarely seen in German cinemas. Religion features in every film, be it as a catalyst for negotiation processes or a source of conflict, a marker of identity or a constitutive element of social background. Thus, we seek to screen films on religion whilst simultaneously screening for “religion” as a cinematic object.

Die Bewegung der Evangelikalen Christen in den USA steht nicht nur für christlichen Fundamentalismus und Kreationismus, sondern auch für eine neue Keuschheitsbewegung: Auf sogenannten „Purity Balls“ geloben junge Mädchen ihren Vätern feierlich sexuelle Enthaltsamkeit bis zu ihrer Hochzeit. Keuschheit als Gegenbewegung zur „Gesinnung“ der modernen Sexualmoral. Mittlerweile gelobt in den Vereinigten Staaten bereits jedes achte Mädchen, unbefleckt in die Ehe zu gehen.
Der Film porträtiert die evangelikale Familie Wilson aus Colorado Springs. Vater Randy Wilson ist der Begründer der „Purity Balls“, einem Ball für Väter und ihre Töchter. Die sieben Wilson-Kinder gehen in ihrem Bestreben nach Reinheit von Körper und Geist besonders weit und sparen sich selbst den ersten Kuss bis zum Traualtar auf.
Zwei Jahre lang hat die Regisseurin und Filmproduzentin Mirjam von Arx die Wilsons begleitet und dokumentiert, wie die religiöse Rechte eine junge Generation von „Virgins“ darauf vorbereitet, eine evangelikale Utopie zu verwirklichen.

Schweiz 2012, Dok, 87 min, Regie: Mirjam von Arx

Registrierung ist erforderlich
Bis 17. November 2020 mit einem E-Mail an multiple-secularities@uni-leipzig.de

Der Film wird auf Deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt, im Anschluss gibt es eine Diskussion mit Bernadett Bigalke und Sebastian Schüler, beide vom Religionswissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig.