Die RA4 verbindet sozial- und kulturwissenschaftliche Ansätze mit historischen Perspektiven zur Untersuchung von Ressourcenverbrauch, Klimakrise und Gesundheit. Sie adressiert die historisch und gegenwärtig variierenden Ordnungsbemühungen von Menschen angesichts globaler und planetarer Herausforderungen und fragt nach deren Rolle in der Bildung und Transformation multipler Weltordnungen.

Hier zu nennen sind etwa verschiedene Bewältigungsstrategien globaler Pandemien, der Umgang mit dem Strukturwandel durch die angestrebte Dekarbonisierung oder Planetary Health als neue Perspektive auf Gesundheit. Dabei geht es explizit darum, sowohl das Globale als auch das Planetare in den Blick zu nehmen: Eine globale Perspektive untersucht weiterhin menschliche Akteur:innen und ihre Globalisierungsprojekte, während sich die Perspektiverweiterung hin zum Planetaren darum bemüht, nicht nur vom Menschen vorangetriebene und sehr langfristige Entwicklungen in den Blick zu nehmen: die Verflechtungen von menschlichem Leben mit anderen Lebewesen, Ökosystemen und Klimaveränderungen.